Nichtinvasive Beatmung

Atemluftbefeuchtung ist äußerst wichtig, um das natürliche Gleichgewicht von Wärme und Feuchtigkeit in den Atemwegen aufrechtzuerhalten. Ohne essenzielle Feuchtigkeit können die bei NIV üblichen hohen Drücke und Flow-Geschwindigkeiten den natürlichen Konditionierungsmechanismus des Patienten überfordern. Große Volumina von kühlem, trockenem Gas können das bereits geschädigte respiratorische System des Patienten weiter beeinträchtigen.

Weiterentwicklung der nichtinvasiven Beatmung

Die Richtlinien für die klinische Praxis (2012) der American Association for Respiratory Care (AARC)

  • Empfehlen eine aktive Atemluftbefeuchtung für die nichtinvasive Beatmung (NIV), da sie die Therapietreue und den Tragekomfort verbessern kann.
  • Die passive Atemluftbefeuchtung (HME) ist bei nichtinvasiver Beatmung nicht empfehlenswert.

Vorteile der Nichtinvasiven Beatmung mit Essenzieller Feuchtigkeit

Patient Arzt
Weniger Mundtrockenheit, aufgesprungene Lippen, Nasenbluten Weniger Unterbrechungen der Beatmung
Deutlich reduzierte Austrocknung der Atemwege, Entzündung Weniger Zeitaufwand für erneutes Befestigen der Maske
Geringere Kongestion und Bronchokonstriktion Weniger Mundpflege wegen Mundtrockenheit
Bessere Sekret-Clearance Patienten fühlen sich wohler
Verbesserte Atemarbeit Höhere Toleranz gegenüber der NIV-Therapie
Bessere Beatmung Größeres Vertrauen in die nichtinvasive Therapie

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Essenzielle Feuchtigkeit maximiert die Toleranz

Durch Erwärmung und Befeuchtung des Gas-Flows in einem Maß, wie dies normalerweise im Nasen-Rachen-Raum geschieht (31 °C, 32 mg/L), wird die Therapietoleranz des Patienten auf dreierlei Weise maximiert:

  • Verbesserter Komfort
  • Geringere Austrocknung der Atemwege
  • Bessere Sekret-Clearance

Essenzielle Feuchtigkeit kompensiert die kühlende und austrocknende Wirkung der Beatmungsgase.

Aktive Atemluftbefeuchtung zur Behandlung von COPD-Exazerbationen

COPD geht mit einer Reihe krankhafter Veränderungen einher, darunter Dysfunktion des Flimmerepithels und vermehrte Schleimsekretion. Mit zunehmendem Schweregrad nehmen auch die entzündlichen und strukturellen Veränderungen zu. Exazerbationen stellen eine weitere Verstärkung der Entzündungsreaktion dar.

Um die Behandlungsergebnisse zu verbessern und erneute Einweisungen zu vermeiden, muss die Behandlung akuter COPD-Exazerbationen optimiert werden. Die aktive Atemluftbefeuchtung verbessert nachweislich die mukoziliäre Clearance. Sie sollte bei Vorhandensein großer Mengen von Sekret zur Anwendung kommen.