Informationen zur Befeuchtung bei chirurgischen Eingriffen

Auswirkungen von kaltem, trockenem CO2 auf das Peritoneum 

Das kalte, trockene Gas strömt über das Peritonealgewebe und zieht Wärme and Feuchtigkeit aus dem Körper. Diese Austrockung führt zur Verkürzung und dem progressive Verschwinden der Mikrozotten auf den Mesothelzellen. Als Reaktion auf diese Belastung beginnen die Mesothelzellen anzuschwellen un dsich zurückzubilden, wobei die Zellverbindungen zerstört werden.

Schlieblich unterlauft eine grobe Anzahl von Zellen die Apoptose und trennt sich von der Basalmembran, wodurch diese freiliegt. 6,7

Auswirkungen von warmem, befeuchtetem CO2 auf das Peritoneum 

Die Verwendung von erwärmtem, befeuchtetem CO2 wahrend eines Eingriffs kann die Integrität und Funktion des Peritoneums erhalten. Dies Schützt den Patienten nicht nur vor Schmerzen1 und Hypothermie1, sondern verringert auch das Risiko postoperativer Wundinfektionen (SSI)5, Adhäsionen11 and Metastasen. 10,11

Vorteile der Befeuchtung bei chirurgischen Eingriffen 

Die Beferuchtung wahrend eines Eingriffs verringert die Austrocknung von Zellen un die verdunstungsbedingte auskuhlung, indem wahrend eines offenen oder eines laparoskopichen Eingriffs erwarmtes, befeuchtetes CO2 verwendet wird.1-4 Es konnte gezeigt werden, dass dies das Risiko von postoperativen Komplikationen und damit einhergehende Kosten significant verringern kann. 5-9


Der Zustand des üblicherweise während eines laparoskopischen Eingriffs verwendeten CO2 sowie der Zustand der Umgebungsluft während eines offenen Eingriffs unterscheiden sich signifikant von den Bedingungen im menschlichen Körper, wodurch Wärme und Feuchtigkeit direkt aus dem bereits geschwächten Patienten gezogen werden. Eine Austrocknung des Peritoneums tritt unmittelbar nach der Exposition auf and führt zu Zellschäden und einer Exposition der Basalmembran.
Eine Austrocknung und die damit einhergehende verdunstungsbedingte Auskühlung kann sich in signifikanten postoperativen Komplikationen manifesteren, einschlieβlich postoperativer Wundinfektionen (Surgical Site Infections, SSI)5, Metastassen10,11 und Adhäsionen.11

Verbesserte Patientenversorgung und -ergebnisse dank der Befeuchtung bei chirurgischen Eingriffen

Die Befeuchtung bei chirurgischen Eingriffen kann erwiesenermaßen das Risiko von postoperativen Komplikationen sowie damit einhergehende Kosten signifikant verringern.

Eine unbeabsichtigte perioperative Hypothermie ist eine häufige Komplication bei chirurgischen Eingriffen. Sie steht in Zusammengang mit einer Vielzahl negative Auswirkungen für den patienten, ist jedoch vermeidbar. 

Abdruck der Bilder mit freundlicher Genehmigung von Matsuda et al., 2002.

Die Wärmebilder oben zeigen im Schweinemodell die kühlende Wirkung einer zweistündigen laparokopischen insufflation mit kaltem, trockenem CO2 im Vergleich zu einer warmen, befeucheten Insufflation.

Bei einem offenen Eingriff “erhört warmes, befeuchtetes CO2 die Wund- und Kerntemperatur während offener abdomineller Eingriffe significant und hilft, die Normothermie zu erhalten.” Frey el al., 2012

Aktuelle klinische Nachweise belegen die Verringerung der SSI-Rate von 12.1% auf 4.7% durch die Verwendung warmen, befeuchteten CO2 während laparoskopishcer kolorekater Eingriffe. 

Subkutane Änderungen des Sauerstoffdrucks lassen auf das Voliegen von postoperativen Wundinfektionen (SSI) schlieβen. Je besser die Wunde mit Sauerstoff versorgt ist, desto geringer ist das Infektionsrisiko.


Untersuchungen in Nagetiermodellen zeigen, dass der durchschnittliche Anstieg des pO2 (Sauerstoff-Partialdruck im Gewebe) mit warmem, befeuchtetem CO2 29,8 mmHg beträgt
Ein Anstieg des pO2 von der Grundlinie um mehr als 25 mmHg ist klinisch singifikant

Es wurde gezeigt, dass ein Anstieg von 25 mmHg des pO2 einen Rückgang der SSI-Rate um 30% erwarten lässt


Ein Abfallen um 40-50% des pO2 lasst mit groβer Wahrscheinlichkeit eine anastomotische Leckage erwarten


Wird die Zufuhr von warmem, befeuchtetem CO2 unterbrochen, tritt unmittelbar ein Rückgang von pO2 auf.


Die Abbildung oben zeigt die Veranderung in der Sauerstoffversorgung des Gewebes, wenn es gegenüber Umgebungsluft oder befeuchtetem CO2 exponiert is. Die grau unterlegten Bereiche stellen die Zeiträume dar, in denen warme, befeuchtete insuflation verwendet wurde.

Abbildung von Marshall et al., 2015

Lokale Insufflation mit erwärmtem, befeuchtetem CO2 während laparoskopischer und offener Eingriffe verringert die Behandlungkosten pro Patient nachweislich.


Vom York Health Economics Consortium unabhängig entwickelte Berechnungmodelle belegen, dass die durchschnittlichen Behandlungkosten fur postoperative Komplikationen bei Kolorektaleingriffen pro 100 Patienten um mehr als £20.000 sinken. Dies beruht auf dem wesenlichen Rückgang postoperativer Komplikationen sowohl in Zusammenhang mit laparoskopischen als auch mit offenen Eingriffen.

 

Die Verwendung von erwärmtem, befeuchtetem CO2 bei einer Laparoskopie verringert im Vergleich zu trockenem CO2 die postoperativen Schmerzen und Hypothermie, Zusätzliche Schmerzmittel sind in geringerem Maβe erfordelich, wodurch sich möglicherweise die negativen Beiwirkungen von Betäubungsmitteln und nicht steroidalen Entzündungshemmern vermeiden lassen. 

Verringerung von adhäsionen und peritonealen metastasen

Sehen Sie sich das Video an, um zu sehen, wie das Peritoneum als Schutzbarriere dafür sorgt, dass eine Adhäsionsbildung und die Entstehung von Tumoren verhindert werden. Wird die Schutszchicth der Mesothelzellen durch Exposition gegenüber kaltem, trockenem CO2 gestört, liegt die Basalmembran schutzlos frei.

“Tumorzellen füllen von Mesothelzellen hinterlassene Räume schnell aus. Dies deutet darauf hin, dass Tumorzellen eine starke präferentielle Affinität fur die Basalmembran aufweisen. Eindringende Tumorzellen wuchern anschlieβend stark im Bindegewebe.” Volz et al., 1999